by | Feb 16, 2024 | Wohlstand

Aus heutiger Sicht viel zu spät habe ich entdeckt, dass Vermögensaufbau jenseits von Sparbuch nicht nur sinnvoll, sondern unabdingbar ist, wenn ich meinen Lebensstandard im Alter halten möchte. 

Das war mir bis vor kurzem nicht bewusst. Weil mir Geld einfach nicht wichtig war, habe ich mich auch nicht darum gekümmert. Meine Ersparnisse lagen zinslos auf dem Tagesgeldkonto. 

Geld ist nicht wichtig

Geld war mir nie wichtig. Interessiert hat es mich auch nicht, obwohl ich gerne mit Zahlen jongliere und Mathematik mein Lieblingsfach in der Schule war.

Ich wuchs ohne Geldsorgen auf. Meinen Beruf wählte ich nach meiner Leidenschaft. Ethnologie – wie kann man denn damit Geld verdienen? wurde ich während meines Studiums ständig gefragt. Ich dachte nicht darüber nach, wieviel ich später damit verdienen könnte. Mir war wichtiger, dass ich Spaß an meiner Arbeit hatte und dabei glücklich würde.

Ich ging davon aus, dass immer genügend für mich kommen würde. So hatte ich es in vielen esoterischen Büchern gelesen. Und danach lebte ich.

Als Frau finanziell unabhängig zu sein, wurde mir in die Wiege gelegt. Vorbild war meine Mutter. Sie lebte vor, eigenes Geld zu verdienen, zu sparen und sich ihre Wünsche zu erfüllen, wann sie mochte. Immerhin lag die Erwerbstätigkeit von Frauen in den 1980er Jahren in Ostdeutschland bei 80% gegenüber 50% in Westdeutschland. In meiner Kindheit kannte ich keine erwachsene Frau, die nicht arbeitete und eigenes Einkommen hatte.

Also kam es auch mir nie in den Sinn, zu heiraten, um finanziell abgesichert zu sein. Mit 18 stand ich, was Geld betraf, auf eigenen Beinen. Mein Studium finanzierte ich mit Nebenjobs. Das Leben danach bestritt ich mit Teilzeitjobs, erst als Projektleiterin, später als Geschäftsführerin. Ich wollte nicht den Großteil meiner Lebenszeit mit Arbeit verbringen. Als junge Mutter wollte ich genügend Zeit für meinen Sohn haben, später für mich selbst.

Finanzbildung? Nicht interessiert!

Mir ging es finanziell gut. Ich tat es meiner Mutter nach, verdiente genug für meinen Lebensstandard, sparte was übrig blieb erst auf dem Sparbuch und später auf dem Tagesgeldkonto, reiste durch die Welt und gönnte mir sonst alles, was mein Herz begehrte.

Was meine Mutter leider nie gelernt hatte, war ihre Ersparnisse – jenseits von Zinsen auf dem Sparbuch – zu vermehren. Geldanlage gab es in Ost-Deutschland nicht. Also war es nicht meine Schuld, dass ich selbst als Erwachsene nie über Geldanlage nachdachte. Meine Mutter wusste es nicht besser und auch ich hatte es nie gelernt.

An die Rente dachte ich auch nicht. Das lag für mich weit entfernt in der Zukunft. Zwar sagte ich schon mit Anfang 20 voraus, dass ich später keine Rente bekäme. Denn schon Anfang der 90er Jahre war die demographische Veränderung der nächsten 40 Jahren vorhersehbar und es war klar, dass die Rentensysteme nicht ausreichten, um den Bedarf zu decken.

Aber getan habe ich nichts für meine Altersvorsorge. Stattdessen zahlte ich als Angestellte in die Rentenkasse und hoffte insgeheim, die Renten würden auf wundervolle Weise auf dem Status quo bleiben und der Kelch würde an mir vorüber gehen.

Viele Frauen meiner Generation denken ähnlich. Sie wissen, dass ihre staatliche Rente nicht reichen wird und hoffen, dass es schon irgendwie weiter gehen wird. Die Statistik zeigt jedoch gegenteilige Prognosen: Aufgrund des geringeren Einkommens werden in meiner Generation 40% der Frauen weniger als 1000 Euro Rente beziehen. In einer Großstadt wie Berlin reicht der Betrag kaum für die Miete. Altersarmut ist weiblich!

Meine Finanzen überlass ich lieber den Profis

Bis dato war ich fest davon überzeugt, dass ich genauso viel bekam, wie ich benötigte. Und so war es auch. Ich war bescheiden und deshalb waren auch mein Einkommen und meine Ersparnisse bescheiden.

Reiche Menschen sind gierig, war eine meiner vielen Glaubenssätze rund um Geld. Und weil ich weder gierig war, noch so scheinen wollte, blieb ich in bekannten Gewässern.

Vor ca. 20 Jahren hatte ich mal nach Sparplänen geschaut, weil ich für meinen Sohn Geld anlegen wollte. Aber keiner hat mich wirklich überzeugt. Die Zinsen waren selbst bei einer festverzinsten Geldanlage über 10 Jahre so gering, dass ich entschied, es lohne sich nicht, mein Geld festzulegen. Ich wollte lieber flexibel bleiben.

Kurz darauf empfahl mir eine Kollegin – die genauso wenig über Geldanlage verstand, wie ich – in eine private Rentenversicherung einzuzahlen. Ich entschied mich dafür, ohne überhaupt zu prüfen, ob mein Geld gut angelegt wurde. Ich vertraute dem Finanzberater und ließ einen Teil meines Einkommens dort hineinfließen. Immerhin, der Arbeitgeber zahlte ein paar Euros dazu.

Leider liegt dieses Geld nun noch fester als Festgeld. Bis zu meinem Renteneintritt in weiteren 15 Jahren wächst es jährlich um weniger als 1%. Das ist weit unter der Inflationsrate und wird daher, was die Kaufkraft betrifft eher weniger als mehr – wie ich heute weiß. Es liegt in einem sicheren Rentenfonds, der kaum Zuwachs, aber dafür jede Menge Kosten verursacht.

Auf die Idee, mich unabhängig beraten zu lassen, bin ich damals nicht gekommen. Also ließ ich das Vorhaben wieder fallen und parkte mein Geld weiter auf dem Tagesgeldkonto. Immerhin gab es bis vor einigen Jahren auf meinem Tagesgeldkonto noch Zinsen. Dass die irgendwann ausblieben, habe ich erst ein Jahr später gemerkt. So uninteressiert war ich an Geld und Vermögen.

Aus heutiger Sicht viel zu spät habe ich verstanden, dass Vermögensaufbau jenseits von Sparbuch nicht nur sinnvoll, sondern mega notwendig ist. Bei einer Inflationsrate von offiziell ca. 4 % und maximal 3,5 % Zinsen (je nach Bank) wird mein Erspartes sukzessive weniger. 0,5 % pro Jahr Verlust klingt erstmal nicht viel, summiert sich aber über die Jahre.

Solange der Kaufkraftverlust des Geldes infolge der Inflation höher ist als die Zinsen, die ich für meine Ersparnisse erhalte, verliere ich Geld. Das war mir bis vor kurzem nicht bewusst. Meine Ersparnisse lagen zinslos auf dem Tagesgeldkonto.

Selbstverwirklichung

Ich nehme meine Rente selbst in die Hand

Mit Anfang 50 dämmerte mir, der Kelch würde bei mir anhalten. Ich musste dringend handeln, wenn ich nach meinem Erwerbsleben nicht in die sozialen Netze fallen wollte.

Ich traf eine Entscheidung: Ab jetzt nehme ich meine Rente selbst in die Hand.

Und setzte eine Intention:

Ich finde ich heraus, wie Geldvermehrung funktioniert und lege los.

Und dann kam eins zum anderen. Als erstes fiel mir der „Große Finanzguide für Frauen“ in die Hände. Ich verschlang die Zeitschrift in wenigen Tagen. Nach dieser Lektüre hatte ich die Dringlichkeit des Problems endgültig verstanden. Ich musste nun noch herausfinden, wie ich mein Geld erfolgreich vermehren konnte. Und weil ich spät dran war, brauchte ich höheren Einsatz und mehr Mut.

 

Glücklicherweise sind sich die meisten Finanzexpert*innen einig: Es ist nie zu spät.

Das beste Beispiel ist Beate Sander. Sie begann mit 61 Jahren zu investieren. Mit 81 Jahren war sie doppelte Millionärin. Das motivierte mich.

Im Buchladen sah ich nur noch Bücher zum Thema Finanzen. Bei der Auswahl folgte ich meiner Intuition. Ich kaufte sogar eins, dessen Titel meinen Verstand eher wegrennen ließ.

Ich hatte Glück – oder vielleicht war es Resonanz auf mein finanzielles Erwachen – ein Onlinekurs zum Investieren flatterte in meine Mailbox. Nun konnte ich loslegen.

Mein erstes Investment …

… war ein World-ETF (Exchange Traded Fonds). Ich begann vorsichtig mit 100 Euros. Für die Eröffnung des Depots bekam ich zusätzlich eine Aktie geschenkt. Ich war aufgeregt und glücklich über meine ersten Investitionen. Fast täglich schaute ich ins Depot, was sich dort tat. Und ja, es tat sich etwas. Beide Anlagen bewegten sich … und sie bewegten sich nach oben, der Fonds wenig, die Aktie etwas mehr.

Wow, dachte ich, das ist toll und kaufte einen weiteren ETF.

Ein paar Wochen vergingen, in denen ich immer tiefer in die Materie des Investierens eintauchte. Ich sog alle Infos, die meinen Weg kreuzten, in mich hinein … las mehr Bücher und Finanzzeitschriften, hörte Podcasts, schaute Videos … Und mehr als einmal nahm ich an kostenlosen Workshops teil, in denen – meist junge Männer – das schnelle Geld mit ihrer Methode des Investierens anboten.

Das Angebot an Informationen und Geldvermehrungsstrategien im Internet ist riesig. Wie die Spreu vom Weizen trennen?

Möglichkeiten

Es wächst

Mein Depot füllte sich mit weiteren Aktien. Ich blieb dran, auch als nach ein paar Monaten die Kurse fielen. Hatte ich doch inzwischen gelernt, dass Kursrückgänge eine gute Möglichkeit böten, Qualitätsaktien günstig nachzukaufen.

Jedes Mal, wenn ich mein Depot öffnete, stellte ich mir vor, ich ginge auf den Markt. Nicht unbedingt, um etwas einzukaufen, oft auch nur um einfach nur zu schauen, Preise zu vergleichen, Unternehmen zu analysieren.

Nach ein paar Jahren war mein Depot anständig gewachsen. Ich freute mich über eine Rendite von 15% auf meine Geldanlage seit Beginn.

Ja, es hätte mehr sein können. Aber am Anfang hatte ich ein paar Fehler gemacht. War im richtigen Moment zu zögerlich oder im falschen Moment zu gierig mit dem Kauf. Und nicht in jedem Jahr stiegen die Kurse.

Selbstzweifel

Was ich gelernt habe

Ich habe aus meinen Fehlern gelernt. Und bin heute stolz, erfolgreich mein Vermögen aufzubauen. Und nicht nur das. Ich fühle mich empowert, frei und sicher.

Rückblickend waren die 3 größten Fehler:

 

  • zu lange den falschen Glaubenssätzen über Geld und Börse gefolgt zu sein
  • nicht in meine finanzielle Bildung investiert zu haben
  • meine Macht, aus eigener Kraft finanziell frei zu sein, nicht erkannt und gewürdigt zu haben

Wie ist deine Geldbeziehung?

Was denkst du über Geld?

Wo parken deine Ersparnisse?

Investierst du schon?

Wenn nein, was hält dich zurück?

Bist du bereit deine größte Möglichkeit in Berufung I Liebe I Wohlstand in die Realität umzusetzen?

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Daya Nalini Gudermuth

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Nalini

Coach & Mentorin für Frauen Empowerment | Diversity-Expertin | Interkulturelle Trainerin I Autorin | Ethnologin